Eisenbahnthemen aus dem Südwesten


Schwarzwaldbahn

Abgeschrieben?
Ausgeschrieben!
 
Die "Neue Schwarz- waldbahn" fährt seit Dezember 2006
 
 
Die hohen Erwartungen wurden erfüllt und die Fahrgastzahlen erhöhten sich erheblich.

Der Betrieb ist aufwändig, die Züge zu langsam, das Rollmaterial veraltet und der Streckenunterhalt sehr kostenintensiv - also weg damit? - So war das zum Zeitpunkt der Ausschreibung 2003 - aber diese Chance wurde genutzt...

Die Schwarzwaldbahn ist die wichtigste Mittelgebirgsquerung und eine Lebensader des Schwarzwalds. Das Land Baden- Württemberg hat den Betrieb auf dieser wunderschönen Bahnstrecke europaweit ausgeschrieben. Mit Spannung wurde die Entscheidung des Umwelt- und Verkehrsministeriums BW erwartet. Am 15.01.2004 wurde der Zuschlag erteilt.

Die Gengenwart der elektrischen Traktion auf der anspruchsvollen Schwarzwaldbahn trägt die Baureihenbezeichnung 146.2. Unter Elektrische Traktion auf der Schwarzwaldbahn finden Sie einen Rückblick mit allen Höhen und Tiefen dieser Traktionsart.

Hier finden Sie eine ausführliche Streckenbeschreibung und einen Hintergrundbericht zur "Neuen Schwarzwaldbahn".  

Rheintalbahnbahn

Ausbaustrecke
Neubaustrecke
Keine Strecke?
 
Vom trägen Bau des dritten und vierten Gleises

Zu wenig Geld für den viergleisigen Ausbau der Rheintal- bahn?
In der Bau-Chronologie ist nachzulesen, dass der Strecken- ausbau zwischen Karlsruhe und Basel auf vier Gleise eigentlich schon 1977 begonnen hat - zumindest auf dem Papier.
Vorzeigbar sind seit 2004 die etwa 40 km Neubau-/Aus- baustrecke zwischen Rastatt-Süd und Offenburg. Hier wird viergleisige Betriebsführung demonstriert, allerdings nur auf "Sparflamme", verglichen mit den für 2025 prognostizierten Zugzahlen. Hier werden aber auch mögliche Ausbaustandards gezeigt, von Schallschutzmaßnahmen bis "Trog-Gleisbett" zur Erschütterungsdämpfung.

Ein Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Deutschland soll sicherstellen, dass die Kapazität der Zulaufstrecken zur "Neuen Eisenbahn-Alpentransversale" NEAT zur Verfügung stehen, wenn die Schweiz die aufwändigen Transitstrecken gebaut haben werden.

In Offenburg, wo bereits 1847, ausgelöst durch die Badische Revolution, mit den dreizehn "Forderungen des Volkes" erstmals freiheitliche und demokratische Grundrechte postuliert wurden, entsteht rund 150 Jahre später eine starke Bürgerbewegung gegen die Ausbaupläne der Bahn. Das Drama des Streckenausbaus, besonders im Abschnitt südlich von Offenburg, wird im Beitrag "Viergleisiger Ausbau der Rheintalbahn" aufgeführt. Die Fortsetzung, so zusagen der nächste Akt, wird mit Stand vom September 2011 in "Und sie bewegt sich doch" ausführlich dargestellt.

 

Tunnelrekord

Unter Stuttgart sollen Tunnel in einer Länge entstehen, mit der andernorts die Alpen unterquert werden!
 
Gleisvorfeld Stuttgart Hauptbahnhof

Ende der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts belebten drei Impulse das Thema Eisenbahn in der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt. 1978 ging die neue S-Bahn mit dem ersten Tunnelabschnitt unter der Stuttgarter Innenstadt in Betrieb. Wenige Monate später wurde der Schienenpersonenfernverkehr durch das verdichtete und ausgeweitete IC-Angebot "Jede Stunde - jede Klasse" belebt. Und die Visionäre eines neuen Hochgeschwindigkeitsnetzes freuten sich über die Vorbereitungen zum Bau von zwei Neubau- strecken. Wichtige Knotenbahnhöfe in Großstädten, wie München, besonders aber Frankfurt am Main, wurden zu Engpässen im deutschen Schienennetz. Der Grund waren aber weniger die Kopfbahnhöfe an sich, als vielmehr die nicht kreuzungsfrei eingefädelten Zulaufstrecken. Betrieblich waren die Kopfbahnhöfe bis Anfang der neunziger Jahre allerdings wegen des notwendigen Lokwechsels eher unbeliebt. Eine Wendezeit unter sechs Minuten war nicht realisierbar, hohe Kosten für herumstehende Triebfahrzeuge und Rangierer, Wartegleise im Vorfeld usw. - all das ist heute durch den Einsatz von Trieb- und Wendezügen nicht mehr wichtig. Damals aber schon. Und so entstanden in München, Frankfurt und auch Stuttgart Pläne zur Umgestaltung der Kopf- in Durchgangs- bahnhöfe. Unter dem Einfluss betriebserfahrener Eisenbahner mit Weitblick wurden die Pläne allerdings bald ad acta gelegt - aber ausgerechnet in Stuttgart, dem Kopfbahnhof mit dem besten Potenzial zur Modernisierung, wieder ausgegraben. Börsenorientiert denkende Bahn-Managern wurden, vom Immobilien- und Prestigeprojekt in einen verklärten Zustand versetzen und selbstverliebten Politikern, mit Grund- stückerlösen und Nahverkehrsbestellungen auf's falsche Gleis gelockt. Von einander abhängige Gutachter unterstützten die dreißig Jahre alten Ideen von einem unterirdischen Durchgangsbahnhof, frisch aufwärmt, und haben sich gedanklich so festgefahren, dass sinnlose Tunnelbauten im schlimmsten Fall nicht nur geplant, sondern auch gebaut werden.
"Gratulation Herr Oettinger"  

Kinder dieser Welt 101 102 - DB-Azubi gestalten eine Lok. Hier ist sie gerade mit EC 61 von Strasbourg in Stuttgart Hbf angekommen.
Arme Kinder dieser Welt - noch könnt ihr in den Kopfbahnhof Stuttgart einfahren. Aber bald sollt ihr in
die Röhre, die ihr dann auch noch abbezahlen müsst. Zukunftsinvestitionen sehen anders aus! 

Entgleisung

Gleise + Weichen
Das "Kapital"des Netzes wird gna- denlos demontiert

Einhundert Jahre lang sind neue Bahnstrecken gebaut und verknüpft worden (1835 bis zum 1. Weltkrieg). Das Eisenbahn- "Netz" entstand im Gebiet des jetzigen Deutschland, von Ausnahmen abgesehen, überwiegend durch staatliche Finanzierung. Vor genau 100 Jahren wurde die Schwarzwaldbahn zweigleisig ausgebaut. Eine Dienstanweisung vom 27.04.1905 erzählt Schwarzwaldbahn-Geschichte. Das Gegenteil davon erzählen neuzeitliche Geschichten: Verstümmelt und abgebaut wird in großem Stil von der jetzigen DB Netz AG. Der einzige Aktionär dieser Gesellschaft, die Bundesrepublik Deutschland, nimmt allerdings ihre Verpflichtung zum verantwortungsvollen Umgang mit diesem wichtigsten Kernstück des Eisenbahnwesens nicht wahr - wohlgemerkt keine der Regierungen seit 1994. Ein Beispiel  

GVFG

Was ist das eigentlich?

Die Finanzhilfen für Investitionen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden sind für die Durchführung öffentlicher Verkehrsprojekte von grundlegender Bedeutung. Wichtige nach GVFG förderungswürdige Projekte stehen an: Neben dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sind in besonderem Maße die Belange Behinderter, der wachsenden Gruppe alter Menschen und der Personen mit Mobilitäts- beeinträchtigungen zu berücksichtigen. Eine Verminderung des Förderanteils von 85% auf 75% der Gesamtaufwendungen wird unweigerlich zur Aufgabe vieler Planungen und Projekte führen.  

Schalter zu

Von der Entmensch-
lichung des Fahrkartenverkaufs

Parallel zur Einführung der neuen Währung und zum erhöhten Beratungsbedarf durch neue Tarife werden die Öffnungszeiten der Fahrkartenschalter deutlich reduziert. In manchen Fällen werden die Mitarbeit von DB Netz überraschend von ihrer Tätigkeit im Verkehrsdienst enthoben (Beispiel Gengenbach), oder die Verkaufsstellen, die eigentlich noch viel mehr sind als nur solche, werden ganz geschlossen (Schönmünzach, Baiersbronn).

Der Interregio muss weg ...  

InterRegio

Fernverkehr mit Bedienung der Regionen
 
 
 
 

IRE

"Premiumprodukt" oder Mogelpackung?
 
Die Bilanz ein Jahr nach der Einführung fällt positiv aus

Wie in den "Streckenmeldungen" (Archiv, KBS 720) nachzu- lesen ist, zeichnete sich der Rückzug des IR aus dem Schwarzwald in der zweiten Hälfte der Neunzigerjahre ab.

Unter dem Stichwort IR wird in den "Bahn-Themen" auf unterschiedliche Aspekte dieser beliebten Zuggattung einge- gangen. In "Geschichte des Interregio" werden dazu auch die Besonderheiten dieser Zuggattung dargestellt.

Die Fremdenverkehrsregion Schwarzwald hat die Planungen zum Wegfall des IR nicht klaglos hingenommen. In den Beiträgen Politischer Protest und Kommentar wird über den viel zu spät einsetzenden Aktionismus zur Rettung des IR berichtet.

Die Folgen des Wegfalls werden dargestellt in Fahrzeitvergleich und IRE - untauglicher Ersatz. Im Beitrag Bilanz nach 365 Tagen wird aufgezeigt, wie sich das Produkt im ersten Jahr seines Einsatzes zwischen Karlsruhe und Konstanz entwickelt hat.

Die persönliche Note des Berichterstatters kommt in den Bei- trägen Momentaufnahmen und Sonntagsausflug zum Aus- druck.

 

BDms 273

Fahrradtransport im Zug

Der Fahrradtransport im Zug (und in anderen öffentlichen Verkehrsmitteln) ist nicht unproblematisch. Andererseits ist die Symbiose von Bahn und Rad gleichermaßen ideal für den Freizeitbereich wie auch für die umweltschonende Bewältigung der Fahrt zur Arbeit, zum Einkauf usw.

Wer oft mit dem Interregio gefahren ist konnte erleben, dass die Nachfrage nach Transportkapazität das Angebot an Stellplätzen oftmals übertraf. Im Fernverkehr ist eine Reservierungspflicht daher sinnvoll. Im Nahverkehr gibt es eine große Vielzahl unterschiedlicher Mitnahmeregelungen - auch tariflich. Hier soll ein einfaches "Transportgefäß" im Mittelpunkt der Betrachtung stehen: der BDms 273.


Mit wechselnden Schwerpunkten sollen im Bereich "Eisenbahnthemen" Beiträge zu aktuellen Fragen des Schienenverkehrs in der Region veröffentlicht werden. Da es hier nicht um tagesaktuelle Veröffentlichungen geht, werden die einzelnen Seiten oft über Wochen hinweg ergänzt.

BR 194 in Singen

Auf diesen Seiten soll genauer hingeschaut werden. Denn oft offenbart erst der zweite Blick die Zusammenhänge. Wie auch auf dem Foto oben. Es zeigt im Vordergrund die Silhouette des "deutschen Krokodils" E 94. Im Hintergrund begegnen sich (am 03.06.2000 in Singen Hbf) der Cisalpino und der ICE-T, dessen "-T" leider all zu oft nicht funktioniert.